Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Neuen Galerie werden in der Sonderausstellung bedeutende Erwerbungen der vergangenen Jahre präsentiert. Im Zentrum stehen großformatige Installationen, Filme und Objekten mit starker Raumpräsenz. Verbindende Elemente sind die Auseinandersetzung mit Geschichte und Geschichten, mit Erinnerungen Archivierung sowie mit kollektiven individuellen Erfahrungsräumen.
Die Neue Galerie wurde 1976 als gemeinsamer Standort für die städtischen und staatlichen Sammlungen der Kunst der Moderne und Gegenwart eröffnet. In den nunmehr 50 Jahren ihres Bestehens hat die Sammlung durch ihren documenta-Bezug verstärkt auch globale künstlerische Positionen aufgenommen und ihren Bestand durch neue Medien erweitert.
In der Ausstellung entfaltet sich ein facettenreiches Netz aus Erinnerungssträngen und Geschichtsentwürfen. So stößt Pınar Öğrenci in ihrem Film Aşît (Lawine), 2022, Prozesse der kollektiven Erinnerung an, archiviert Jürgen O. Olbrich weggeworfenes Fotomaterial, hinterfragt Michal Heiman in ihren Arbeiten Mechanismen psychologischer Tests und verbildlichen Ute Lindners Belichtungszeiten Zeitverläufe von Gemäldehängungen.
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